Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung




Edition

Denise Green (Melbourne 1946)
A Rose is a Rose (Brenda), 2006


Leider vergriffen!

Farbradierung / 340 x 420 mm
Bezeichnet, signiert, datiert und nummeriert
Auflage: 40 Exemplare + 10 a.p.
(250,- € für Mitglieder des Freundeskreises,
wahlweise mit eigens gefertigtem Rahmen für zusätzlich 70,- €)

Im Sommer 2006 stellte das Museum Kurhaus Kleve mit einer Präsentation, die rund 80 Werke und den Zeitraum 1972 bis 2006 umfasst, die Arbeit der in Europa noch kaum bekannten New Yorker Malerin Denise Green vor.

Die Editionen „A Rose is a Rose (Paul)“ (rot) und „A Rose is a Rose (Brenda)“ (blau) intervenieren mit den zwei in der Ausstellung erstmals gezeigten zentralen Triptychen „A Rose is a Rose is a Rose (Marvin)“ und „A Rose is a Rose is a Rose (Ramanujan)“.

Greens Rosenmotiv wurde zu einem Teil aus der Beschäftigung mit der indischen Philosophie inspiriert – der Denker A.K. Ramanujan vermittelte ihr, dass etwa die südindische Dichtung wie ein konzentrisches Nest mit schrittweise auf einander folgenden Ringen strukturiert sei. Daraus entstanden im Werk der Künstlerin wiederholte und sich überschneidende Motive, die nach jeder Verschiebung an Farbe gewannen. Zu einem anderen, weitaus größeren Teil resultierte das Rosenmotiv jedoch aus dem Tod von Greens Mutter. Die Künstlerin betonte, dass sich ein Werk stets einerseits durch eine kreative Vision auszuzeichnen vermag, andererseits aber auch über eine immense emotionale Schöpfungskraft verfügt – die bei diesen Bildern aus dem Tod der Mutter, einer Gärtnerin in Brisbane, und der Verbindung zur australischen Heimat genährt wurde.

Trotz dieses Prozesses des Trauerns, der diesen Bildern geistig voran geht, stellen die Editionen für jeden Menschen intuitiv zugängliche und visuell ansprechende Arbeiten dar. Green begründet dies in ihren eigenen Worten folgendermaßen: „Ich gehe mit ganz bestimmten Absichten an meine Arbeiten heran, ignoriere diese aber oder widerspreche ihnen für gewöhnlich. Dann beginnt ein Prozess des Suchens und des Ablehnens, bis etwas entsteht, von dem ich selbst […] überrascht bin.“

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