Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung


Aktuell

John Akomfrah
Purple 13.03.2020–05.07.2020

Das Museum Kurhaus Kleve plant für den Zeitraum vom 13. März bis 5. Juli 2020 die erste Einzelausstellung in Deutschland mit dem international hochgeschätzten Künstler und Filmemacher John Akomfrah (geboren 1957 in Ghana, lebt und arbeitet seit Anfang der 1980er Jahre in London). Seine Arbeiten zeichnen sich von Anfang an durch bildmächtige Recherchen zum Postkolonialismus und zu den Erfahrungen im Umfeld globaler Migration aus. Dabei gelingen ihm komplexe simultane Erzählstrukturen, die jenseits von Schuldzuweisungen den Fundus kollektiver Erinnerungen befragen und in der schichtweisen Überblendung von Archivmaterial, eigenen Aufnahmen, Naturpanoramen und strukturierendem Sound höchste Wahrnehmungsintensitäten erzeugen. Als Gründungsmitglied des Black Audio Film Collective (seit 1982 in London) entwickelte John Akomfrah seine Film- und Präsentationsästhetik von frühen Single-Channel- Projektionen hin zu aufwendigen Mehrkanalarbeiten, die etwa in dem Filmessay Unfinished Conversation (2012) ein facettenreiches Porträt des Kulturhistorikers Stuart Hall zeichnen oder wie in der auf der Biennale Venedig 2019 gezeigten Drei-Kanal-Projektion Four Nocturnes (2019) einen episch-assoziativen Bilderstrom voll Melancholie und zugleich in betörender Schönheit vor Augen führen.  Mehr...

frank maibier
labile balancen 12.10.2019–19.04.2020

Die Arbeiten des in Chemnitz lebenden Künstlers Frank Maibier (*1959) werden sich in den beiden oberen Sälen des ehemaligen Friedrich-Wilhelm-Bades entfalten und dort ein modulares Wechselspiel zwischen Ordnung und Zufall erzeugen. Über Wände und Decken, in verschiedenen Stapeln und Positionierungen, werden geometrische Grundformen ein dynamisches Eigenleben entwickeln und so auf die tendenziell unerschöpfliche Vielfalt von Gestaltungsvarianten verweisen. Im Verbund mit Wandtexten, weiteren Objekten sowie seriellen Papierarbeiten wird ein für Maibier typischer Gesamtklang entstehen, in dem sich die Wirkungen des Materials zu einer übergreifenden Suche nach einem Gleichgewicht aller Kräfte verbinden und verdichten. Im Zentrum seiner künstlerischen Recherchen steht dabei immer das Verhältnis vom Einzelnen zum Ganzen, das durchaus auch im Sinne von Individuum und Masse als politische Konnotation zu verstehen ist. Mehr...

Maibier, Lichtstapel, 2017