Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung




Edition

Hanns Lamers (1897-1966)
Muster, 1955


230,– €

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Linolschnitt in drei Farben / 350 x 300 mm (Blattmaß), 95 x 180 mm (Bildmaß)
Nachlass-Druck auf Bütten, W.P., 2014
Auflage: 25 Exemplare + 5 a.p.
Verso signiert, datiert, bezeichnet und nummeriert
(200,- € für Mitglieder des Freundeskreises)

Anlässlich des Erscheinens von Litz Kentners „Wie zwei alte Turmeulen zu einem Turmkind kamen. Meine Jahre mit Hanns und Ilse Lamers“ gibt der Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. zwei Nachdrucke von Druckgraphiken von Hanns Lamers heraus.

Für Lamers-Liebhaber entsteht dadurch die einmalige Gelegenheit, das Lese-Büchlein von Litz Kentner zusammen mit seinen begehrten Druckgraphiken – die in wunderbaren Abzügen mit hohem Qualitätsanspruch von Wilfried Porwol für den Freundeskreis gedruckt wurden – zu erwerben.

Über Hanns Lamers’ Druckgraphik der Nachkriegsjahre:

„Die Heimkehr nach Kleve 1945 bedeutete einen Neuanfang. Er restaurierte das elterliche Atelier, das er auch als Wohnung benutzte. Fast fünfzig Jahre alt, entfaltete Hanns Lamers nun erst seine eigentliche Schaffenskraft. Er nahm in den armen Jahren vor 1950 den Holzschnitt wieder auf. Die Thematik hatte sich kaum geändert.

Aus der Religion wählte er jene Themen, die Liebe in schroffem Kontrast zu Gewalt und Aggression setzten: die Parabel des barmherzigen Samariters, Wer sich ohne Sünde fühlt, IX. Station, Veronika, Ecce Homo, Trümmer-Pietà oder Christophorus; aber auch Visionen einer besseren Welt wie des Kriegers Heimkehr und David spielt dem Saul.

Jährlich zum Jahreswechsel schickte er seinen Freunden Holzschnitte, in denen er sich als Visionär einer gewaltfreien Welt zeigte. Diese zwanzig Jahre hindurch entstandenen Arbeiten sind das Werk eines Skeptikers, der sich wenig Hoffnung auf eine raketenfreie und vernünftigere Welt machte, eindrucksvolles Zeugnis eines Menschen, dessen Friedenswille durch zwei Weltkriege unumstößlich geworden war.

Die eigenständige, schwere Ausdrucksweise, mit der Hanns Lamers das Ersehnte in lyrischer Übersteigerung zum Inhalt seiner Bilder machte, verleiht dem Oeuvre von Hanns Lamers eine Bedeutung über sein Leben und die Region seines Wirkens hinaus, die in vollem Umfang durch die Holzschnitte und Entwurfszeichnungen dokumentiert wird.“

(aus: Hanns Lamers, Druckgraphik und Entwurfszeichnungen, Städtisches Museum Haus Koekkoek Kleve, 1986)

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