Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung


Johannes Wald
Geste und Gefühl / attempts at forming appropriate finds 16.03.2014–09.06.2014

Schöpferische Kraft liegt in der Idee, die Ausführung folgt zweitrangig, lautet eine Maxime von Johannes Wald, einem jungen aufstrebenden Künstler, dem das Museum Kurhaus Kleve seine erste museale Einzelausstellung in Nordrhein-Westfalen widmet. Johannes Wald (1980 in Sindelfingen geboren) hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert und war Meisterschüler von Harald Klingelhöller. Er lebt und arbeitet in Berlin. 2013 hat er im Albertinum in Dresden den 10. Ernst Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei entgegengenommen. Johannes Wald ist ein Konzeptkünstler, der sich mit bildhauerischen Aspekten und dem Gedankengut klassischer Skulpturenlehre beschäftigt. Seine Themen rangieren um traditionelle künstlerische und kunsthistorische Prozesse und Themen – der Formensprache von Skulptur etwa, dem Bild der Muse in der antiken Mythologie oder schlichtweg dem Vorgang des Bronzegießens.

Die künstlerische Umsetzung seiner Werke geschieht oft rein konzeptuell. Auf ein minimales Blatt Papier druckt er mit altmodischem Bleisatz die Beschreibung der Modellierung einer Skulptur – die dann schließlich in doppeltem Sinne vorhanden ist: als Text auf dem Blatt und durch die literarische Form der Ekphrasis. Negativformen und Gusskanäle – normalerweise Abfallprodukte des Bronzegussprozesses – erlangen eigenständigen Werkstatus, wodurch Johannes Wald ungewöhnliche Stadien im Herstellungsprozess der Skulptur aufzeigt. 

Johannes Wald formt Skulptur auch durch Illusion: als Dia-Projektion eines antiken Faltenwurfs auf einer glatten Marmorplatte, die plötzlich wie behauen wirkt. Eine Gliederpuppe unter einem weißen Laken oder ein einzelner abgetrennter Arm lassen den Betrachter physische Form und Körperlichkeit erahnen.

Die Präsentation der Werke von Johannes Wald im Museum Kurhaus Kleve erfolgt erstmals ausschließlich im Friedrich-Wilhelm-Bad, im neuen Innenhof und in den historischen Kursälen, wo dem Betrachter grundsätzlich neue Seherfahrungen begegnen werden.

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog (-> hier) und eine Edition (-> hier).

Die Ausstellung wird gefördert durch:

Volksbank Kleverland eG
www.volksbank-kleverland.de

Galerie Greta Meert, Brüssel
www.galeriegretameert.com

Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf / Berlin
www.konradfischergalerie.de

Freundeskreis Museum Kurhaus
und Koekkoek-Haus Kleve e.V.
www.freunde-klever-museen.de

Mit freundlicher Unterstützung:

The Rilano Hotel Cleve City
www.rilano-hotel-kleve.de

WDR 3 – Kulturpartner
des Museum Kurhaus Kleve
www.wdr3.de

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