Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung


„Resonanzraum Kunst“: Brenner, Kunze, van Lieshout & Shah, Donnerstag, 12.09.2013, 19.30h

„Resonanzraum Kunst“ im Museum Kurhaus Kleve am Donnerstag, dem 12. September 2013, um 19.30 Uhr, versammelt vier internationale Künstler der Ausstellung „The Present Order is the Disorder of the Future“ zu einem Podiumsgespräch: Tejal Shah (Goa / Indien), Birgit Brenner (Berlin / Stuttgart), Michael Kunze (Berlin) und Joep van Lieshout (Atelier van Lieshout, Rotterdam) werden eigens aus diesem Anlass anreisen. Moderiert wird der Abend von Museumsdirektor Prof. Harald Kunde.

In der Ausstellung The Present Order is the Disorder of the Future, die noch bis einschließlich 15.09.2013 zu sehen ist, zeigt das Museum Kurhaus Kleve Arbeiten von elf Protagonisten der Gegenwartskunst – ein facettenreiches, teils provozierendes Panorama aktueller Positionen. Im Rahmen von „Resonanzraum Kunst“ bietet sich die einmalige Gelegenheit, vier der beteiligten Künstler im Dialog zu erleben und so aus erster Hand mehr über die Werke und ihren jeweiligen Hintergrund zu erfahren.

Tejal Shah (geboren 1979 in Mumbai / Indien, lebt und arbeitet in Goa / Indien) zählt zu den herausragenden Künstlern Indiens einer jüngeren Generation und thematisiert offen die inneren Widersprüche und Konflikte ihres Landes. Zu internationaler Bekanntheit gelangte sie mit ihrem Beitrag zur dOCUMENTA 13, 2012, dem fünf-Kanal-Video „Between the Waves“, das jetzt auch in der Ausstellung des Museum Kurhaus Kleve zu sehen ist.

Birgit Brenner (geboren in Ulm 1964, lebt und arbeitet in Berlin und Stuttgart) hat sich einen Namen mit komplexen Installationen gemacht, die mit Hilfe einfacher Materialien vieldeutige Geschichten erzählen. Die Kunsthalle Tübingen widmet ihr zurzeit eine stark diskutierte Solo-Präsentation. Im Museum Kurhaus Kleve hat sie den zweigeschossigen Raum im ersten Obergeschoss in eine Art begehbares Storyboard verwandelt.

Michael Kunze (geboren 1961 in München, lebt und arbeitet in Berlin) ist als Maler hervorgetreten, der vielschichtige literarische und philosophische Inhalte in Bilder von geradezu halluzinatorischer Qualität gießt. Gerade erst hat ihm die Kunsthalle Düsseldorf eine große Einzelausstellung ausgerichtet, in der Nationalgalerie Berlin ist er in einer Gruppenausstellung aktuell vertreten. In „The Present Order …“ ist er mit einer Serie von Porträts von Schlüsselfiguren der Moderne, „Les Messieurs d'Avignon“, vertreten.

Joep van Lieshout (geboren 1963 in Ravenstein / Niederlande) ist der Gründer des in Rotterdam beheimateten Künstlerkollektivs „Atelier Van Lieshout“, das seit 1995 besteht und immer wieder mit kontroversen Arbeiten und Aktionen Aufmerksamkeit erregt. Seine zentralen Themen sind Autarkie, Anarchie, Politik und Sexualität. In der Wandelhalle des Museum Kurhaus Kleve hat Atelier Van Lieshout einen Parcours aus verstörenden Skulpturen und Zeichnungen installiert, der die Nachtseiten der Zivilisation sinnlich erfahrbar macht.

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Tejal Shah, Between the Waves / Landfill Dance (links), A Fable in Five Chapters (rechts), 2012, im Museum Kurhaus Kleve
Birgit Brenner, Eines Tages wird es soweit sein, 2010, im Museum Kurhaus Kleve © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Atelier Van Lieshout (Skulptur) und Michael Kunze (Gemälde) im Museum Kurhaus Kleve
Atelier Van Lieshout, WWI, 2012
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