Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung


Künstlernachlässe – Segen oder Fluch? Über den Umgang mit unserer kulturellen Erinnerung, 02.10.2010

Was tun, wenn es um die Zukunft von Kunstwerken geht, die eine geschichtliche Bedeutung haben? Wie bewahrt man die Einheit eines Oeuvres, wenn die Atelierräumung ansteht? Wie geht man verantwortungsvoll mit einem biographischen Nachlass um? Wie lässt sich dauerhaft sicherstellen, dass Nachwelt und Forschung Zugang zu wichtigen Quellen und Werken erhalten? Diesen für den Umgang mit unserer kulturellen Erinnerung zentralen Fragen widmet sich eine Vortragsveranstaltung im Museum Kurhaus Kleve am Samstag, 02.10.2010, 14-18 Uhr: „Künstlernachlässe – Segen oder Fluch?“, die in Kooperation mit dem -> Rheinischen Archiv für Künstlernachlässe, Bonn, organisiert wurde.

Vortrag

Drei Institutionen werden exemplarisch ihre Arbeit vorstellen und dabei die unterschiedlichen Aspekte des praktischen Umgangs mit künstlerischen Nachlässen in Museen, Archiven und Sammlungen beleuchten: das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe (RAK), das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds und das Museum Kurhaus Kleve selbst. Das RAK wird mit einer kleinen Präsentation seltener Archivalien Einblicke in seine Bestände geben.

Es sprechen

für das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe:
- Daniel Schütz M.A., Archivleiter
- Dr. Hans M. Schmidt, ehem. Abteilungsdirektor am Rheinischen Landesmuseum Bonn
- Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut „Moderne im Rheinland“)

für das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds:
- Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Vorstand

für das Museum Kurhaus Kleve:
- Drs. Guido de Werd 

Das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe, Bonn, widmet sich der Betreuung, Erhaltung und Erschließung des biographischen Vermächtnisses rheinischer Künstler, d.h. von Dokumenten wie Briefen, Tagebüchern, Manuskripten, Photos, Zeichnungen, illustrierten Büchern, Zeugnissen etc. Das Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds indes bewahrt auf dem Gelände des Landschaftsverbandes Rheinland in Pulheim-Brauweiler ganze Werknachlässe – mit dem Ziel, das Gesamtwerk eines Künstlers für die Forschung und für Ausstellungen zur Verfügung zu halten. Das Museum Kurhaus Kleve schließlich hütet in seiner Ewald Mataré-Sammlung den Nachlass eines der bedeutendsten Künstler des Rheinlands und nimmt ihn zum Ausgangspunkt für seine Kollektion moderner Kunst.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen bittet das Museum Kurhaus Kleve um Anmeldung für diese Tagung bis zum 28.09.2010 – per E-Mail (info@museumkurhaus.de), per Fax (+49-(0)2821 / 7501-11) oder per Post (Museum Kurhaus Kleve, Tiergartenstraße 41, 47533 Kleve).

zurück

Ewald Mataré: Sein künstlerischer Nachlass wird durch das Museum Kurhaus Kleve betreut © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
-> Diese Seite drucken