Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung




Edition für das Bauprojekt

Günther Zins (Butzbach 1951)
Sturm, 2009


Leider vergriffen!

Stahl / ca. 34,9 x 14 x 3 cm
Bezeichnet, signiert, datiert und nummeriert
Auflage: 20 Exemplare
(230,- € für Mitglieder des Freundeskreises)

Im Frühjahr 2009 hat der Klever Künstler Günther Zins (1951 in Butzbach / Oberhessen geboren) vier überdimensionale „Wintersonnenschirme im Sturm“ für die Dachterrasse des Museum Kurhaus Kleve geschaffen. Sie sind eingelassen in den massiven Zementständern, in denen sich über den Sommer üblicherweise die Sonnenschirme des Café Moritz befinden. Frontal gesehen wirken die vier Skulpturen wie gewaltige dreidimensionale und vom Sturm umgeschlagene Schirme, die durch einen starken Wind nach links gezogen werden. Erst von der Seite betrachtet erkennt man, dass die Schirme beinahe flach sind und keinerlei Räumlichkeit besitzen – Zins also dem Auge des Zuschauers durch die geschickte Anordnung der Elemente aus Edelstahl eine Räumlichkeit vorspielt, die nicht vorhanden ist. Geplant ist, die Werke jeden Herbst / Winter an dieser Stelle zu installieren.

Die Installation ist auf große Begeisterung gestoßen. Als Unterstützung für die große Spendenaktion des Freundeskreises für das Friedrich-Wilhelm-Bad hat Zins nun eine Edition geschaffen, die diese Arbeiten in kleinem Maßstab zum Inhalt hat. Unter dem Titel „Sturm“ ist sie in einer Auflage von 20 Exemplaren im Buchladen Minerva erhältlich.

Günther Zins’ Arbeit fokussiert sich auf den Raum und auf dessen Definition, Sichtbarmachung und Wahrnehmung. Als primäres Arbeitsmaterial dient ihm Edelstahl, ein neutraler und optisch reduzierter Werkstoff, mit dem er seit Ende der 1980er Jahre bevorzugt arbeitet. Aus ihm fertigt er seine Linien, zumeist lange Rohre, mit denen er seine Zeichnungen im Raum anfertigt, die einen großen Gestaltungsreichtum aufweisen, z.B. Zylinder, Würfel oder Prismen – die jeweils völlig unabhängig von Schwerkraft zu existieren scheinen, manchmal nur an einem einzelnen Punkt Kontakt zu einer Wand haben. Mal sind seine Arbeiten in schwindelerregenden Höhen montiert, scheinbar über eine Wandecke verlaufend, mal versinken sie im Wasser und mal definieren sie eine Form, die gar nicht existiert. Sie sind stets überaus strukturiert und komponiert, dann doch immer wieder flüchtig und kaum körperlich.

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